Manch einer könnte denken, wenn dem nichts mehr einfällt, dann schreibt er über sein Lieblingsthema: Politische Theologie. Und ein bisschen könnte ich sogar sagen, dass es stimmt, da es ein Teil meiner Biographie ist, vielleicht eine wirkliche Besonderheit in der politischen Landschaft. Ich könnte es auf den Nenner bringen: Als ich in der FDP war, war ich Buddist, und vertrat einen radikalen Freiheitsbegriff, bis ich merkte, dass diese Freiheit ein Gefängnis war. Dann wurde ich nach einer 3jährigen Orientierungsphase Sozialdemokrat und dazu evangelisch-lutherisch, mit einer Latenz mal zur sozialliberalen FDP, dann zur soziallibertären Bewegung Frauke Petrys, wobei ich nicht Mitglied wurde, aber ihren Ansatz gut fand.
Stattdessen als SPD-Mitglied im Newsletter Aufstehen, wobei ich meine aktive Zeit bei den Nachdenkseiten bis 2017 zum G20-Gipfel hatte, was dann einer knallharten Theologischen Ausrichtung wich, und mich die Alltagsthemen auch nicht mehr ganz so interessierten, bis zum Austritt aus der SPD im Oktober 2021, alles in Hamburg Eimsbüttel, um dann 2023 gleichzeitig in die Russische Orthodoxie zu konvertieren und in die NPD in Hamburg einzutreten. Nun wird man mir vielleicht nachsagen, dass beides somit das ziemlich härteste Programm ist, dass man sich aussuchen kann, ging aber nicht anders und ging beides auch nur so ca. 1,5 Jahre bis zu meinem Wegzug aus Hamburg. Seitdem habe ich mich der CDU angenähert und der katholischen Kirche, im übrigen für ein gelingendes Leben nicht die schlechteste Kombi, man muss aber moralisch flexibel sein, und eine Nähe zu Helmut Kohl oder Friedrich Merz erleichtert einem im Grunde das Katholischsein. Lasst mich einmal ein paar lobende Worte über Friedrich Merz verfassen, um meinen Standpunkt deutlich zu machen: Die Komplexität der Welt ist überschaubar, Arbeit muss wieder Spaß machen und Gerecht ist, was anderen Arbeit macht. Dass Friedrich Merz in einer Schulklasse mit selbstgemalten Sternen an einem schwarzen Vorhang über den IRAN-Krieg ein Statement abgab, fand ich so befremdlich, dass ich dachte, eigentlich ist es egal, wo Herr Merz gerade Platz nimmt, ob im Kanzleramt, im Weißen Haus, in der Aula der Stadtteilschule in Herne-Süd oder der Couchgarnitour im Eingangsbereich eines Strukturvertriebs, Friedrich Merz ist immer Friedrich Merz, und wirkt wie der Kanzler der intellektuell abgehängten, bei voller Brieftasche, die er wahrscheinlich seit Amtsantritt nur noch zum Kaffee to go und Tanken in Arnsberg verwendet.
Das Hochsauerland, da sind alle katholisch. Die wie ich finde nicht ganz so herzliche Gegend hält sich für das bessere Deutschland, jeder hat sein Haus, es gibt geschichtlich einige wichtige Schlösser und Dome, ansonsten dünn besiedelt bei gleichzeitig recht fleißigen Menschen, die, wenn sie Fussballfans sind, alle Dortmunder sind, manchmal Bielefelder. Es kann sein, das Friedrich Merz, Jens Spahn und Christian Seving sich bei Friedrich Merz zu Hause am Küchentisch regelmäßig auf Apfelschnaps und 10-Liter Fass Regionalbier trafen, ehe sie entschieden, die Geschicke nach 16 Jahren Kanzlerin und Ampel-Koalition zu übernehmen. Dass dieser Versuch an der wenig antizipierenden Gemengelage der sieben Supermächte USA, Canada, Brasilien, China, Russland, Indien und Dänemark (inkl. Grönland) scheitert, dafür kann der leichtgewichtige Kanzler nichts, im Grunde wäre ihm sogar ein Neustart noch mitten in der Koalitionskrise zu wünschen.
Die Stadtbilddebatte war an einen anderen Kreis adressiert, als dort, wo sie Widerhall fand, nämlich junge Frauen, die sich seit ihrer Pubertät fragen, was aus diesem Land geworden ist, die sich alleine nicht auf die Straßen oder in bestimmte Viertel trauen, denen die Busfahrt über Land nach einem Dorffest gefährlich vorkommt. Selbst als Bewohner von Frankfurt Oder bin ich nur einmal nachts mit dem Regio und Busersatzverkehr gefahren, und musste begreifen, was für viele junge Frauen, Studentinnen, alleinerziehende Mütter jeder Feierabend für eine Tour bedeutet in unserem ländlichen Regionen, seitdem das Autofahren unerschwinglich wurde. Lastenfahrrad? Im Winter? Nachts? Habt ihr das mal erlebt? Die Stadtbilddebatte traf nicht das Bild der ländlichen Bushaltestellen, der Nachtbusse, der Regios mit kleinen dunklen Bahnhöfen. Dagegen ist selbst unsere „Zentral“ ein Ort der Sicherheit und Nächstenliebe, steht hier alle fünf Minuten eine Polizeistreife, um Daten zu erfassen, Streitereien zu schlichten, Platzverweise zu erteilen.
Die Debatte um die Produktivität in unserem Land. Eigentlich ein Volltreffer. Wäre da nicht der technische Fortschritt, der etwas vernachlässigt wurde bei der Darstellung. Ein Conference Call der Commerzbank AG, erst wenige Wochen alt, hat mir mal wieder gezeigt, dass Deutschland nicht nur abgehängt ist, sondern ein Zweiteweltland. Die Commerzbank will dank KI (künstliche Intelligenz) 70% Personal- und andere Kosten einsparen. Gäbe es eine Deutsche Firma, die seit 10-15 Jahren KI entwickelt würde ich ja nichts sagen, die einzige Firma, die Pionier auf diesem Gebiet war, sitzt, richtig, im Hochsauerland. Und die Firma, die das Autnome Fahren von tesla mitentwickelt, beschäftigt nur Inder und Pakistanis, die den Code schreiben. Die wenigen Deutschen, die Programmieren können, sind entweder so heftig ausgelastet, dass ein längeres persönliches Gespräch einen ähnlichen Wert hat wie das versteigerte Essen mit Warren Buffet von Berkshire Hathaway, oder aber gar nicht mehr zu verstehen. Die kommen aus ihren Buden gar nicht mehr raus, machen alles eh nur noch per Zoom-Konferenz, und Privatleben spielt sich zwischen Ein/Zwei-Zimmer-Bude und Besuch von Freundin oder Mutti ab, letztere um hin und wieder beim Aufräumen zu helfen. Das soll nicht dispektierlich sein, die haben einfach überhaupt keine Zeit! Und wer jetzt denkt, das sei ausgedacht, der irrt gewaltig.
Und was hat das jetzt mit politischer Theologie zu tun? Ich möchte für die Kombi NPD und Orthodoxie werben, ganz bewusst dabei auch die Ukrainische Nationalkriche berücksichtigen, die sich von der russischen gemeinsamen Wurzel abewendete. Von außen sieht das immer wie ein Verbrechen aus, aber ich kann sagen, die sind echt nett! Und auch dann gastfreundlich, wenn man erzählt, dass man von der russischen Kirche kommt. Mit Meinungen zum Krieg sollte man vielleicht etwas vorsichtig sein – kleiner Tipp. Verrat ist ein schweres Vergehen, und wenn der Krieg nicht so läuft, wie man sich das erhofft hat, wird man ungeduldig, und wähnt die Verräter in den eigenen Reihen. Besser an der Kirche interessiert bleiben und eine klare eigene Linie vertreten, die mit Ukraine und Russischer Föderation kompatibel ist.
Und das ist in meinen Augen derzeit neben der AfD und BSW die NPD. Jetzt könnte man ja sagen, warum dieser Dreiklang, muss er uns allen das Leben so schwer machen, aber ich denke, diese drei Parteien vertreten das neue Spektrum am genauesten, um das es sich eigentlich in diesem Land drehen müsste. BSW ist anders als die Linke keine Gutmenschenlinke, sondern eine harte Komintern, hierarchisch gegliedert. Die AfD ist eine Kaderschmiede, könnte man sagen, aber vor allem sind dort gute Politiker, die in den anderen Volksparteien als politisch unkorrekt geschasst wurden, entweder mal zu antisemitisch, dann mal eine Äußerung zum Holokaust, die man in den Medien branntmarkte, oder das Buch, das versuchte, die Einwanderung zu thematisieren. Wie vor allem Dr. Thilo Sarrazin, dem man irgendwann in diesem Land ein Denkmal setzen wird, wie vielleicht Martin Luther, auf jedem Marktplatz, auf dem er sprach oder Buchladen, wo er saß und sein Buch „Deutschland schafft sich ab“ signierte.Ähnlich Sarah Wagenknecht, die als Eigenbrödlerin manchmal so wunderbar weinerlich mit zitternder Stimme ihre Kernpunkte vorträgt, dass man sich fragt, ob diese Attitüde nicht doch daherrührt, dass sie in diesem Land keinen anderen Umgang erfuhr, als gehänselt, angegriffen und gedemütigt zu werden, zuletzt im Vorstand der Linken, aus dem sie dann wohl auch zurecht austrat.
Was manchmal klingt wie ein schwelender Burnout ist vermutlich der innere Zweifel, es mit einem zutiefst renitenten Volk zu tun zu haben, wo nur wenige zu Sympathiebekundungen fähig sind, und diese als Schwäche ausgelegt werden, und wenn man mal einen richtigen Punkt anspricht, wird man niedergeschrien bis zu dem Punkt, wo dann jemand anderes diesen aufnimmt, und sachlich vorträgt. Sarah Wagenknecht schlug in der Finanzkrise die Verstaatlichung der in Schieflage geratenen Banken vor, und die Republik schrie Zeter und Mordio, nur wäre genau das das einzig richtige, lehrt die Geschichte der Politik im Umgang mit Bankenkrisen, dass Verstaatlichung dann das wirklich einzig wirksame Mittel ist, um einen Schwund von Eigenkapital und Totalzusammenbruch zuvorzukommen. Ich erwähne es hier schon einmal prophylaktisch, damit Frau Wagenknecht sich nicht wieder als einzige dazu äußern muss, wenn es in den nächsten Jahren wieder soweit sein wird, eventuell schon in diesem Herbst. Dann werden wir uns Christian Seving anhören und Jens Spahn und Friedrich Merz und Frau Wagenknecht wird den Kopf schütteln und dagegen anreden und weil sie kein Bundestagsmandat hat, wie Wolfgang Kubicki auch nicht, der seit heute wieder Bundesvorsitzender eben der Liberalen ist, die die Finanzkrise ab 2009-2013 managen durfte, und die vor einer Verstaatlichung zurückschreckte, rege ich hiermit schon einmal Neuwahlen an, so bald wie möglich, weil beide Parteien fehlen bei dem, was auf uns zukommt.
Das Problem jeder politischen Partei ist es, sich inhaltlich überflüssig zu machen. Wenn die Grünen für Umweltschutz sind, ist bei diesem Erreichten, der Grund für die weitere Wahl zur Regierungsbildung nicht vorhanden, genauso soziale Gerechtigkeit, liberale Gesellschaften wählen nicht die Liberale, weil kein Grund dafür besteht. Anders ist es mit der CDU, die so wenig Themen hat, dass man weiß, die treten an, weil die die Regierung stellen wollen. Warum? Weil es darum geht, irgendwelche Unternehmer aus den Wahlkreisen zu begünstigen und außenpolitsich einige Waffendeals zu machen, für die man ein bisschen Eier braucht, und nicht vor der eigenen Vergangenheit zurückschreckt. Im Grunde könnte man sagen, jeder Mensch, der schon mal was illegales gemacht hat, findet die CDU gut, weil sie den Umgang mit Schuld und kriminellen Machenschaften in der Regierung verkörpert. Solange man nicht krimineller ist als die eigene Regierung, winkt einem das C zu, man könne es doch noch ins Himmelreich schaffen, und am besten gelingt das, wenn man katholisch wird/ist. Man muss nicht allzuviel von Theologie verstehen, man muss auf der sicheren Seite sein, und die Macht nicht in Frage stellen, weil diese kommt von Gott. Wie die Evangelische Kirche betet auch die Katholische Kirche für die Regierung, aber aus unterschiedlichen Motiven. Die Evangelische Kirche möchte, dass die Regierung tut, was man ihr aufträgt, die Katholische Kirche möchte, dass man den Unternehmer in der Gemeinde für die städtischen baulichen Vorhaben und technisch zu realisierenden Regierungsaufträge begünstigt, ohne auf das günstigere Angebot aus dem Ausland zu pochen. Vielleicht denkt der eine oder andere, das ist ausgedacht. Ich kann sagen, ich war vier Jahre lang in einem Kirchengemeinderat, wo man mir am Ende sagte, es seien 3 Millionen Euro veruntreut worden und Spende gesammelt bei staatlichen Einrichtungen, Verwendungszeck unklar. Was ich aber vorher erfuhr über Begünstigungen der Mitglieder durch den Geschäfstführenden Ausschuss, von Architektenaufträgen über Laptops von einen kirchennahen Computerspezi bis hin zu Verträgen für Sannierungen bei einem Bad-, Maler-,Klempner, der seine Liebe zu Jesu (wieder)entdeckte, als er hörte, dass die örtliche Gemeinde mehrere sannierungsbedürftige Gebäude fremdvermieten möchte, un deswegen sogar in den Kirchengemeinderat sich wählen ließ (um die Vertragsvergabe nicht dem Zufall zu überlassen). – Auch das darf sein!
Welches Programm spricht jetzt für Bündnis Sarah Wagenknecht? Ich denke, die Comintern-Programmatik, die sich mit der Erfahrung der Ostdeutschen deckt, die sagen, früher war alles besser, aber denen die Linke zu westdeutsch ist, die nicht einen Kommunismus im 21. Jahrhundert möchten, sondern nur die politische Verwaltungsstruktur. Die AfD ist dagegen eine Partei, die vor allem durch die Masse an Mitgliedern und Aktivisten hraussticht, die zum Mitmachen und ausprobieren einlädt, deren Jugendorganisation schon mal so auftritt, dass man Furcht bekommen kann. „Deutschland, aber normal!“ scheitert daran, dass dieses Deutschland alles andere als normal ist. Vielleicht tut man der Partei unrecht, wenn man glaubt, die haben die Deutsche Geschichte nicht im Bewusstsein, wenn sie sagt, die NS Zeit sei nur „ein Fliegenschiss“. Man könnte sagen, die AfD möchte ein Deutschland ohne die 12 Jahre NS Herrschaft, und sucht dieses Deutschland in sich und in ihren Mitgliedern. Die NPD dagegen möchte ein Deutschland im Geist der 12 Jahre NS Herrschaft als zentraler Dreh- und Angelpunkt. Das eine ist das Adelshausdominierte Deutschland, das andere das an der NS Zeit programmatisch orientierte Deutschland. Und wenn jetzt jemand sagt, das sei verwantwortungslos, dem verweise ich darauf, dass ich diesen Artikel mit „Politischer Theologie“ überschrieben habe, und ausschließlich die Akzeptanz damit begründe, und bewerbe, wenn man in der NPD eben nicht mehr die Evangelische Kirche hereinlässt, sondern die östliche Orthodoxie – und Punkt!
Damit ist diese Partei in diesem Geist etwas neues und mit der Ukraine und Russland kompatibel und böte eine echte Chance, die sich nicht in 4 oder in 10 Jahren erst ergbiet, sondern eine zwischenmenschliche Entscheidung, das Kreuz auf sich zu nehmen, dass unsere beiden Brüdervölker tragen, dessen wir uns mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche entledigt haben. Die Zerstörungen im 2. Weltkrieg gegen Russland und die Erschießungen in der Ukraine hatten auch mit dem Luthertum zu tun, und wenn jetzt jemand sagt, dass die rückständig sind, und wir fortschritlich, dem sei die aussterbende Kirche ans Herz gelegt, er möge einmal seine evangelisch-lutherische Gemeinde aufsuchen und die Schäflein unter 20 zählen. Meist kommt man auf zwei oder drei, ein Flüchtlingskind einer konvertierten Familie, die pflichtbewusst die Kirche aufsucht, und gute Miene zum Bösen Spiel macht, und die beiden einzigen Kinder, die dort mit Oma und Opa hingehen, weil sie sie gerade besuchen. Es zerbricht einem das Herz! Dagegen ist in der Katholischen Kirche der Kinderreichtum zu sehen, die Paare heiraten, sie gehen und sitzen Hand in Hand im Gottesdienst, die Frau schwanger, es bleibt nicht bei einem Kind. Das Lutheranertum stirbt aus. Es gibt keine Chance einer Umkehr, es sind einfach zu wenig Familien, die in den Gottesdienst gehen. Es mag einzelne Gemeinden geben, wo das anders ist, wo genug Mütter und Väter den Bund der Ehe eingehen und diesen als ein heiliges Band ehren, die Realität sieht anders aus. Was immer im Lutheranertum kaputtging, es ist in den anderen beiden großen Kirchen (noch) intakt. beten wir dafür, dass es heil bleibt. Ich schaffe hiermit die Evangelisch-Lutherische Kirche für mich ab, nicht weil ich „die einzig wahre Religion“ für mich entdeckte, sondern weil ich erleben musste, wie Luthers Erbe in meinem Leben verspielt wurde.
Ich mag die Orthodoxe Lithurgie. Sie ist erhaben, der Gottesdienst geht über zwei Stunden und die Kirche wird häufiger und länger besucht, der Frauenanteil im gebärfähigen Alter deutlich höher als bei den Greisen der lutherischen Alt68er.
„Die Lithurgie kommt von Gott!“ – dem ist nichts hinzuzufügen. Fragt sich anhand der Ergebnisse ad Oculi nur noch, welche?