Bernhard Langer – Eternal President!

Es soll Deutsche geben oder gegeben haben, die wussten nicht, wer Helmut Kohl ist oder wahr, während er ‚der Kanzler der Einheit‘ wurde. Zugegeben, das war zu der Zeit, als manche Menschen in Kneipen gingen, um Fernsehen zu können, weil in ihrer Zweiraum-Bude zwar nicht alles voll mit Büchern war, aber eben auch kein Kabel-Fernseher angeschlossen und einsatzbereit mit Fernbedienung auf Wissenstransfernutzung wartete. Der Kanzler wird alle vier Jahre gewählt, zwar nicht direkt vom Volk, sondern indirekt vom Bundestag, auch nicht in einem ersten und mit einem zweiten Wahlgang, wo nur noch die direkt zur Wahl qualifizierten Kandidat*Innen übrigbleiben, wie es Demokratien, die das Wort ernst nehmen, normalerweise handhaben, aber neben dem Bundespräsidenten das mächtigste Staatsamt – und Politikstudenten würden jetzt nach dem 7. Semester einwerfen, der Bundestags- und der Bundesratspräsident sind auch noch wichtig, neben dem Präsidenten des DFB und des DTB, nein nicht DITIB, sondern des Deutschen Tennisbundes, und den des ADAC darf man natürlich auch nicht vergessen, und will man bei den Grünen etwas werden, muss man den Präsidenten des ADFC auch kennen, und den des örtlichen Karnevalsvereins natürlich auch, und den Namen des Funkenmariechens.

Also der Bundespräsident, um den geht es hier. Was kann der und wie wird der gewählt, von wem, und wer wählt den eigentlich bzw, wer hat den eigentlich gewählt? Gibt es ein Vorschlagsrecht (Nein, lieber Staatsschutz, das ist kein Aufruf zur körperlichen Gewalt!). Um die Politische Gewalt soll es in diesem kurzen Abriss gehen, denn der SPIEGEL war mal wieder zuerst am Buffet und hatte einen Vorschlag unterbreitet, den ich zwar schon wieder vergessen habe, aber solange der Name Hindenburg oder Franz von Papen nicht auftaucht, sind wir in der Gegenwart, und die zechnet sich eben dadurch aus, wie der Name sagt, dass man gegen etwas ist, also die Leiden des jungen Gegenwärters – oder so…

Also war ich dagegen. Und wenn man gegen etwas ist, dann muss man auch für etwas sein, oder sollte zumindest offen für konstruktive Gegenvorschläge und Kompromisse sein, sich nicht zu sehr in einem Dogmatismus verharrend gegen akute dringend benötigte Lösungsvorschläge stellen, diskussionsbereit offen sich Positionen von der anderen Seite (der dunklen?) wenigstens anhören und den Debattenraum offen halten, und nicht in der eigenen Echokammer für eine Weile verschwinden und nicht wieder auftauchen. So in etwa, wie man das in Politik und Gemeinschaftskunde halt so lernt.. .

Gemeinschaftskunde, wo das Wort gemein als Silbe enthalten ist, beschäftigt sich mit der Gewaltenteilung, und weil wir in Geschichte lernen und aus der Gechichte gelernt haben, dass die Macht in den Händen weniger nicht gut ist oder nicht gut genug oder so, wollen wir die Macht teilen, und dafür braucht man eine Verfassung, wo geregelt ist, wer was darf und wer nicht. Und wenn die Verfassung vorsieht, dass ein Bundespräsident an Stelle eines Königs oder Gatekeepers für die Akzeptanz der Gesetze sorgen soll, indem er sie sich durchliest, und auf Social Media teilt, und bittet, dass man sich daran doch bitte auch halten solle, dann ist das eine gute Sache. Und wenn die Gesetze zur Anwendung kommen sollen, dann sollten Richter und Staatsanwälte diese Gesetze ebenfalls kennen und Polizei und Sicherheitsbehörden auch, damit nicht jeder, der ein Gesetz übertritt, in der Psychiatrie landen muss, wo nur Islamisten sind, die mit Messern Fahrgäste in Zügen und Hotellobby frequentierende Geschäftsleute und Fussballfans mit selbstangefertigten Sprengstoff angreifen sind, und in einem ordentlichen Gerichtsprozess auf eine Anklage warten dürfen, die Sie dann später mit Freunden auf Social Media diskutieren dürfen, ob das nicht doch das selbe war wie im 3. Reich, wie man Sie zusammenschnauzte und von Richters und Staatsanwaltsseite anschrie. Damit das also nicht noch einmal in Deutschland passiert, dafür braucht man einen Bundespräsidenten. Und weil der jetzige nächstes Jahr Golf spielen gehen möchte, muss nun ein Neuer her…

Vielleicht denken jetzt einige, ich habe Manuel Neuer gerade zum Bundespräsidentem vorgeschlagen. Das war nicht meine Absicht, und muss sich um ein Missverständnis handeln, denn Manuel Neuer ist zwar durchaus Deutschlandweit bekannt, ist Fussballweltmeister 2014 geworden, war bei den letzten drei WM-Endrunden im Tor und wird nächstes Jahr seine aktive Karriere als Sportler beenden, aber ich denke, Manuel Neuer ist vielleicht politisch noch ein bisschen zu unerfahren, obwohl er Brasilien, Russland, Katar und die USA mit der Fussballnationalmannschaft erlebte, ohne dabei im Gefängnis zu landen, was ihm sicherlich nicht nur zum Überlebenskünstler macht, sondern darauf schließen lässt, dass er weiß, wie man sich als Demokrat in einer Diktatur gegenüber den schlimmsten Despoten verhält, wobei er bei der WM in den USA Tom „Topgun/Jack Reacher“ Cruise im Finalspiel nicht begegnet war, ein Star der sicherlich mehr Leinwandmenschenleben auf dem Gewissen hat, als Forrest Withaker als Idi Amin in „Der letzte König von Schottland“.

Meine Eltern haben immer, wenn gerade kein Fussball lief, abends zur Entspannung Golf geaschaut. Meine Mutter hat nebenbei gestrickt, oder Zeitung gelesen, mein Vater irgendwann geschnarcht. Alte Menschen sind so. Was mich aber zu der Täuschung führte, jeder meiner Freunde, Bekannte oder späteren Arbeitskollegen kenne die Tennis-, Fussball-, oder Olympiasportler der Deutschen Nationalauswahl. Heute ist das vielleicht wieder so, nach den tollen Erfolgen bei der Schwimm- und Leichtathletik-WM, wobei ich persönlich den Bekanntheitsgrad danach bemesse, ob ich die Person im realten Leben erkennen würde, wenn sie zufällig neben mir steht. So wie vorhin, als ich in Frankfurt Oder spazieren war, und Konrad Adenauer mit seinem neuen E-Auto an mir vorbeifuhr, plötzlich stoppte, weil er sich mit seiner Frau auf dem Weg verfahren hatte, und wendete. Ich habe wirklich überlegt, ein Foto zu machen, in jedem Kinofilm hätte man die Besetzung gefeiert, das war Konrad Adenauer wie er leibt und lebt, nur Reden habe ich ich nicht gehört. Dafür kenne ich einen Hamburger, der die Idealbesetzung für Helmut Schmidt in einem Spielfilmdrama wäre, aber das ist eine andere Geschichte. Ich würde niemanden für ein politisches Amt vorschlagen, nur weil er dem realem Vorbild besonders ähnelt.

Wen ich aber für das höchste Amt der Bundesrepublik Deutschland vorschlage, für das Amt des des Bundespräsidenten, ist der derzeit in Florida lebende deutschstämmige Profigolfer und „ewige Champion“ Bernhard Langer, dessen aktive Sportlerkarriere gerade erst zu Ende gegangen ist. Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Bernhard_Langer_(Golfspieler)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert